Kräuterlexikon

Nachtkerzenöl (Oenothera biennis)

Als pflanzliches Heilmittel besitzt das Nachtkerzenöl grossen Einfluss auf das Entzündungsgeschehen im Körper. Auch die Haut benötigt für ihre Gesundheit essentielle Fettsäuren, die sie nicht selbst produzieren kann. Das Nachtkerzenöl wirkt effizient bei Hautentzündungen, Juckreiz und Hauttrockenheit. Sogar bei Neurodermitis gilt die positive Wirkung als anerkannt.

 

Herkunft

Die Nachtkerze stammt aus Nordamerika und ist von Kanada bis Mexiko verbreitet.

Verwendete Pflanzenteile

Früher wurde die Nachtkerze in Europa als Küchenkraut für Gemüse und Salat verwendet. In der Volksheilkunde galten die Blätter und Wurzeln als „blutreinigendes Hausmittel“. Heute ist das Nachtkerzenöl aus der Naturheilkunde nicht mehr wegzudenken. Die Nachkerzen Blätter werden heute kaum mehr verwendet. Medizinisch haben die Samen der Nachtkerze Bedeutung, denn sie enthalten das ganz besondere Öl.

Verwendung und Wirkung Nachtkerzenöl (Oenothera biennis)?

Nachtkerzenöl enthält wertvolle Linolsäuren und ist für Neurodermitiker nahezu lebenswichtig. Denn bei ihnen liegt ein Stoffwechseldefekt vor, der die körpereigene Produktion wichtiger Hautfette lahm legt. Das Nachtkerzenöl gleicht diesen Zustand aus und ist nachweislich wirksam bei Neurodermitis oder diabetisch verursachten Nervenschäden. Selbst entzündliche Erkrankungen wie Rheuma können gemildert werden.

Aus der langen Anwendungstradition in der Volksmedizin gilt das Nachtkerzenöl als wirksam bei Hautentzündungen, Juckreiz und Hauttrockenheit. Das Nachtkerzenöl wird heutzutage in Nahrungsergänzungsmitteln aber auch in Hautcremes verwendet.

In der Naturkosmetik gilt das Nachtkerzenöl als Geheimtipp zur Regeneration und Revitalisierung alternder Zellen. Es gilt als besonders gut verträglich selbst für reife, trockene und sensible Haut. Der Fett- und Feuchtigkeitshaushalt wird durch die Linolsäure und Gamma-Linolsäure ausgeglichen. So gewinnt die Haut an Elastizität und bleibt in einem gesunden Gleichgewicht.